<?xml version="1.0" encoding="utf-8" standalone="yes"?><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"><channel><title>Posts on Urlaub</title><link>https://reisen.nafn.de/post/</link><description>Recent content in Posts on Urlaub</description><generator>Hugo -- gohugo.io</generator><language>de</language><lastBuildDate>Mon, 11 Sep 2023 00:00:00 +0200</lastBuildDate><atom:link href="https://reisen.nafn.de/post/index.xml" rel="self" type="application/rss+xml"/><item><title>2023 Stockholm</title><link>https://reisen.nafn.de/post/stockholm/</link><pubDate>Mon, 11 Sep 2023 00:00:00 +0200</pubDate><guid>https://reisen.nafn.de/post/stockholm/</guid><description>&lt;h2 id="intro"&gt;Intro&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Am Wochenende war ich in Stockholm. Schweden habe ich schon oefter wegen der
beeindruckenden Natur besucht, aber nie einen Fuss in eine der groesseren
Staedte gesetzt. Die bisherigen Reisen gingen immer mit dem Bus in die Wildnis,
von wo aus dann mit Kanu oder zu Fuss die Natur erkundet wurde.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;TL;DR: &lt;del&gt;Die Schweden leben in der Zukunft.&lt;/del&gt; Wir Deutsche leben in der
Vergangenheit.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nachfolgend liste ich auf, was mich zu dieser Aussage bringt. Die genaue
Situation werde ich mit einem (&lt;strong&gt;wtf&lt;/strong&gt;) markieren.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id="vor-der-anreise"&gt;Vor der Anreise&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Mein initialer Plan war die Anreise per Zug, weil ich das Verkehrsmittel gerne
nutze und aktuell mehr als genug Zeit habe.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Als Zugticket hat mich wieder ein Ticket von Interrail angesprochen. &lt;a href="https://www.interrail.eu/de/interrail-passes/global-pass"&gt;4 Tage innerhalb von 1
Monat&lt;/a&gt; ist ziemlich
genau das, was ich brauche. In der ersten Klasse kostet das Ticket aktuell 328
Euro.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Tag 1: Frankfurt -&amp;gt; Hamburg -&amp;gt; Kopenhagen &lt;br&gt;
Tag 2: Kopenhagen -&amp;gt; Stockholm &lt;br&gt;
Tag 3: Stockholm -&amp;gt; Kopenhagen &lt;br&gt;
Tag 4: Kopenhagen -&amp;gt; Hamburg -&amp;gt; Frankfurt&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;Eine kurz Auffrischung zu den Bedingungen eines Tickets von Interrail: Nur
zwei Fahrten sind im Heimatland moeglich. Angedacht ist, dass die erste Fahrt
aus dem Land fuehrt und die zweite wieder in das Land.&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Da ich effektiv nur Freitag bis Sonntag in Stockholm sein musste, plante ich
meine Anreise fuer einen Mittwoch und die Abreise fuer den Montag.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mittwoch und Donnerstag anreisen, Freitag bis Sonntag vor Ort sein, Montag und
Dienstag abreisen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Vier Reisetage fuer drei Tage aufenthalt? Egal.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Sitzplaetze konnte ich fuer die Strecke von Frankfurt nach Kopenhagen mittels
der Deutschen Bahn buchen, fuer die restliche Strecke ging das ueber
&lt;a href="https://www.sj.se/"&gt;sj.se&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In Hamburg waren genau 17 Minuten zum Umsteigen eingeplant. Manchmal ist die
Deutsche Bahn sehr optimistisch, was ihre eigene Puenktlichkeit angeht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zwei Tage vor Reisebeginn bekam ich dann die ersten eMails ueber Probleme mit
der Verbindung von Frankfurt nach Hamburg. (&lt;strong&gt;wtf&lt;/strong&gt;) Diese Strecke bin ich schon
unzaehlige Male gefahren und sie interessiert mich am wenigsten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Einen Tag vor Reisebeginn gab es weitere Aenderungen per eMail und am Morgen der
Abreise, als ich gerade das Interrailticket kaufen wollte, wurde dann auch noch
eine Verspaetung angekuendigt. (&lt;strong&gt;wtf&lt;/strong&gt;) Von den urspruenglichen 17 Minuten
blieben in Hamburg dann noch eine Minute uebrig. Das war dann genug fuer mich.
Ich habe zwar Zeit, aber ich will sie nicht mit der Deutschen Bahn verschwenden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Sitzplatzreservierung in Schweden konnte ich mit zwei Klicks stornieren. Das
Geld habe ich mittlerweile schon zurueck. Bei der Deutschen Bahn ist das
stornieren von Sitzplaetzen nicht vorgesehen. (&lt;strong&gt;wtf&lt;/strong&gt;)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Als Alternative habe ich dann zwei Flugtickets gebucht. Frankfurt/Stockholm in
der Business Class fuer 1x 140 Euro und 1x 260 Euro. Zwei Stunden im Flieger und
gutes Essen vor und waehrend des Fluges. Zumindest in Frankfurt. Die SAS Lounge
in Arlanda war leider voellig ueberlaufen und kein Genuss. In die Gold Lounge
wollten sie mich leider nicht reinlassen.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id="ankunft"&gt;Ankunft&lt;/h2&gt;
&lt;figure&gt;&lt;img src="https://reisen.nafn.de/post/stockholm/ffm-flugzeug.webp"
alt="Foto eines Flugzeugs welches vor einem Gebaeude des Flughafens steht. Das Foto wurde aus einer Fluggastbruecke gemacht."&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;p&gt;Aber genug der schlechte Laune aus Deutschland. Kommen wir zu den positiven
Erlebnissen in Schweden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach der Landung habe ich meinen Rucksack eingesammelt und mir Gedanken gemacht,
wie man jetzt nach Stockholm kommt.&lt;/p&gt;
&lt;figure&gt;&lt;img src="https://reisen.nafn.de/post/stockholm/rucksack.webp"
alt="Ein Rucksack liegt auf einem Packetband"&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;p&gt;Der Flughafen (IATA: ARN, ICAO: ESSA) ist ungefaehr 35km Luftlinie von
Hauptbahnhof in Stockholm entfernt. Ich ignoriere die aufdringlichen Taxifahrer
und die Leitlinien zum Busbahnhof. Ich suche den Weg zum &lt;a href="https://www.arlandaexpress.com/"&gt;Arland
Express&lt;/a&gt;. Ein Zug der alle 15 Minuten zwischen
Flughafen und Hauptbahnhof pendelt. Reisedauer: 18 Minuten. (&lt;strong&gt;wtf&lt;/strong&gt;)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Hin- und Rueckticket kostet ~50 Euro fuer eine Person und ist 90 Tage
gueltig. Habe ich mich verlesen &amp;hellip; 90 Tage? &amp;ldquo;Die luegen doch&amp;rdquo; war mein erster
Gedanke. Aber nein, es stimmt wirklich. (&lt;strong&gt;wtf&lt;/strong&gt;)&lt;/p&gt;
&lt;figure&gt;&lt;img src="https://reisen.nafn.de/post/stockholm/arland-ticket.webp"
alt="Screenshot eines Arland Express Ticket im Apple Wallet. Angezeigte Gueltigkeit bis 2023-12-07."&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;Hinweis: Gruppentickets sind pro Person guenstiger.
1 Person: ~50 Euro. 2 Personen: ~70 Euro. 3 Personen: ~87 Euro.&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Waehrend ich also das Ticket auf dem Handy klicke, laufe ich zum Aufzug des
Arland Express und fahre damit unter die Erde. Der Zug steht schon mit offenen
Tueren bereit. Der Komfort ist erste Klasse. Viel Platz fuer Personen, Gepaeck,
Rollstuehle, Kinderwagen oder sonstiges. Dazu gibt es keine Stufen beim
Einstieg. Besser wird es nicht, dachte ich mir.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Tickets werden kurz nach der Abfahrt kontrolliert. &amp;ldquo;Tickets please&amp;rdquo;, beeep,
&amp;ldquo;Tak, have a nice day&amp;rdquo;. &amp;lt;3&lt;/p&gt;
&lt;figure&gt;&lt;img src="https://reisen.nafn.de/post/stockholm/arland-express.webp"
alt="Foto des Arland Express, wie er im Hauptbahnhof steht."&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;p&gt;Kurze Zeit spaeter faehrt der Zug mit 200 km/h nach Stockholm. Wir kommen an und
&amp;hellip; der Zug bleibt einfach stehen. In Deutschland gibt es einen Ruck, wenn ein
Zug stehen bleibt. Der kann schonmal relativ stark ausfallen und eine Person
umwerfen. Hier nicht. (&lt;strong&gt;wtf&lt;/strong&gt;) Sind die Zuege hier nicht Made in Germany?
Bremsen die einfach sanfter? Ehrlich gesagt: I don&amp;rsquo;t care. Ich will diesen
Komfort auch hier.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id="in-stockholm"&gt;In Stockholm&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Der restliche Teil ist eine grobe Zusammenfassung meiner Beobachtungen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber vorher noch ein paar Zahlen zu Frankfurt und Stockholm mit Daten
frisch aus der Wikipedia:&lt;/p&gt;
&lt;table&gt;
&lt;thead&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;th&gt;&lt;/th&gt;
&lt;th&gt;Frankfurt&lt;/th&gt;
&lt;th&gt;Stockholm&lt;/th&gt;
&lt;/tr&gt;
&lt;/thead&gt;
&lt;tbody&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td&gt;Einwohner&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;773.068&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;978.770&lt;/td&gt;
&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td&gt;Flaeche&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;248 km^2&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;188 km^2&lt;/td&gt;
&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td&gt;Einwohner/Flaeche&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;3100/km^2&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;5200/km^2&lt;/td&gt;
&lt;/tr&gt;
&lt;/tbody&gt;
&lt;/table&gt;
&lt;hr&gt;
&lt;h3 id="die-stadt"&gt;Die Stadt&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Ist sauber. (&lt;strong&gt;wtf&lt;/strong&gt;)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Sonntag Morgen gegen halb sieben habe ich mich in die Laufschuhe gezwungen und
die leere Stadt erkundet. Das Dreckigste, was ich gesehen habe, war ein
umgefallener Blumenkuebel und eine mittelgrosse Dose Helium. Ansonsten war die
Stadt (fuer Frankfurter Verhaeltnisse) sehr sauber.&lt;/p&gt;
&lt;h3 id="motorisierter-individualverkehr"&gt;Motorisierter Individualverkehr&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Man merkt recht schnell, dass Stockholm zwar auch viele mehrspurige Strassen
hat, dort aber nur wenige Fahrzeuge unterwegs sind. Auch in den kleineren
Seitenstrassen stehen zwar Autos, aber es sind &lt;em&gt;wesentlich&lt;/em&gt; weniger als es z.B.
in Frankfurt der Fall ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das war eine der ersten Beobachtungen, die mir immer wieder aufgefallen ist.
Egal wo ich war, es gab wenige Autos. Und entsprechend ruhig war die Stadt.
(&lt;strong&gt;wtf&lt;/strong&gt;)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Gehwegparker habe ich gar nicht gesehen. Keinen. Einzigen. (&lt;strong&gt;wtf&lt;/strong&gt;)
Was hingegen oefter zu sehen war: Parkraumueberwachung.&lt;/p&gt;
&lt;figure&gt;&lt;img src="https://reisen.nafn.de/post/stockholm/kutsche.webp"
alt="Foto einer elektrischen Kutsche auf einer breiten Strasse. Im Hintergrund sieht man Gebaeude der Stockholmer Innenstadt."&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;p&gt;Motorraeder sind auch hier durch den bekannten Laerm aufgefallen.&lt;/p&gt;
&lt;h3 id="fussgaengerampeln"&gt;Fussgaengerampeln&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Wenn in Deutschland eine Ampel ausfallen sollte, hat man als Fussgaenger eine
schwere Zeit. Autofahrer sind oft mit der Situation ueberfordert und wissen
nicht, wohin sie ihren Blechhaufen lenken sollen. Fussgaenger verlieren dazu
noch den Vorrang, den sie haben, wenn ihre Ampel auf gruen schaltet. Man wartet
also auf nette Leute die einen die Strasse queren lassen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In Stockholm ist jede Fussgaengerampel auch ein Zebrastreifen.&lt;/p&gt;
&lt;figure&gt;&lt;img src="https://reisen.nafn.de/post/stockholm/ampel.webp"
alt="Foto einer Ampel. Der Fussgaengerueberweg ist ein Zebrastreifen."&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;p&gt;Aufgefallen ist mir das, als an einer vierspurigen Strasse die Ampel ausgefallen
ist und alle Autos angehalten haben, als ich zoegernd an die Strasse getreten
bin. (&lt;strong&gt;wtf&lt;/strong&gt;)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In Deutschland hingegen wird man auch auf normalen Fussgaengerueberwegen als
Anomalie angesehen.&lt;/p&gt;
&lt;h3 id="u-bahntrambus"&gt;U-Bahn/Tram/Bus&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Der Hauptbahnhof ist ein beeindruckendes Bauwerk. Nicht nur ueber der Erde. Auch
darunter.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ueber der Erde fahren Zuege - wie z.B. der Arland Express. Eine Ebene darunter
U-Bahnen. Und ganz unten &amp;ldquo;Commuter Trains&amp;rdquo;.&lt;/p&gt;
&lt;figure&gt;&lt;img src="https://reisen.nafn.de/post/stockholm/commuter-train-station.webp"
alt="Foto eines Wartebereichs an einem unterirdischen Bahnhof. Der Boden ist sauber."&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;p&gt;Und das Highlight: Es ist sauber. (&lt;strong&gt;wtf&lt;/strong&gt;) Der Frankfurter Hauptbahnhof
verleitet schonmal zum Brechreiz. Das kennen die Schweden nur, wenn man hier mit
Bargeld bezahlen will.&lt;/p&gt;
&lt;figure&gt;&lt;img src="https://reisen.nafn.de/post/stockholm/ticket-kiste-kaputt.webp"
alt="Foto eines Ticketautomaten. Display und Geldeinwurf sind abgeklebt mit Hinweise auf kontaktloses Bezahlen in mehreren Sprachen."&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;p&gt;Der Ticketkauf fuer die U-Bahn laeuft
&lt;a href="https://sl.se/en/in-english/tap-your-contactless-card-to-buy-a-single-journey-ticket"&gt;kontaktlos&lt;/a&gt;.
Die Ticketautomaten sind zwar noch vorhanden, werden aber nicht mehr genutzt.
Vor den Rolltreppen sind Tore; Kreditkarte hinhalten und das Tor geht auf.
Fertig. Gute Fahrt. (&lt;strong&gt;wtf&lt;/strong&gt;)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Als urdeutsche Kartoffel habe ich keine Ahnung von sowas und muss es mir von
jemandem in Uniform erklaeren lassen. Die Person erklaert mir auch, dass es an
jeder Station jemanden gibt, der den Passagieren helfen kann. Das kenne ich aus
Deutschland. Dachte ich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Fahrt mit der U-Bahn war wie die Fahrt mit dem Arland Express. Saubere,
helle und neue Zuege bringen die Passagiere von A nach B. Die Seite, auf der man
Aussteigen kann, wird nochmal extra beleuchtet. Von Beschleunigungs- und
Bremsvorgaengen ist nichts zu merken. Die Fahrt koennte selbst ich im Krieger 3
verbringen. (&lt;strong&gt;wtf&lt;/strong&gt;)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mitten im Nirgendwo lag mein Zielbahnhof. Ich steige aus und finde: Eine Person
am Schalter, die mir erklaert, wie ich an den von mir gesuchten See komme.
(&lt;strong&gt;wtf&lt;/strong&gt;)&lt;/p&gt;
&lt;figure&gt;&lt;img src="https://reisen.nafn.de/post/stockholm/see.webp"
alt="Foto zeigt im Vordergrund einen Wanderweg durch Baeume und Gebuesch, in der Mitte einen See mit einer Person im Kajak und dahinter Wald."&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;p&gt;20 Minuten, nachdem ich am Bahnhof in die Bahn gestiegen bin, sitze ich in der
wunderbaren schwedischen Natur.&lt;/p&gt;
&lt;figure&gt;&lt;img src="https://reisen.nafn.de/post/stockholm/gruene-stadt.webp"
alt="Foto einer Landkarte des Royal National City Parks, der sich durch die ganze Stadt zieht."&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;h2 id="zurueck-in-frankfurt"&gt;Zurueck in Frankfurt&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Am Regionalbahnhof des Flughafens sehe ich erst wie Touristen versuchen ein
Ticket fuer die Bahn zu ziehen und fast daran verzweifeln, nur um dann 20
Minuten auf eine Bahn Richtung Innenstadt zu warten. Beim Bremsvorgang ist ein
Paerchen mit grossen Koffern fast umgefallen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;An der Konsti warte ich auf meine Anschluss-U-Bahn. Das Verbotsschild fuer
Luftballons erheitert mich immer wieder. Es sind 28 Grad und es riecht wie
damals beim Schulausflug zur Klaeranlage. &amp;ldquo;Wie alt das Erbrochen wohl ist?&amp;rdquo;
frage ich mich, als ich den Haufen vor der Rolltreppe sehe.&lt;/p&gt;</description></item><item><title>Schnipp</title><link>https://reisen.nafn.de/post/schnipp/</link><pubDate>Fri, 01 Sep 2023 00:00:00 +0200</pubDate><guid>https://reisen.nafn.de/post/schnipp/</guid><description>&lt;p&gt;Ich habe entschieden, diesen Blog fuer mehr als nur &lt;em&gt;einen&lt;/em&gt; Urlaub zu nutzen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die URL werde ich wohl auf reisen.nafn.de aendern, die alte aber weiterhin
aktiv lassen bzw. weiterleiten.&lt;/p&gt;</description></item><item><title>Tag 52 - 11.000km spaeter</title><link>https://reisen.nafn.de/post/tag-52/</link><pubDate>Sat, 05 Nov 2022 00:00:00 +0200</pubDate><guid>https://reisen.nafn.de/post/tag-52/</guid><description>&lt;p&gt;Gestern sind wir wieder in Frankfurt angekommen. Die letzten 51 Tage haben wir
unterwegs verbracht und sehr genossen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die ganze Reise nochmal zu rekapitulieren waere wenig Erfolgsversprechend. Daher
hier eine Auflistung wie wir unterwegs waren.&lt;/p&gt;
&lt;hr&gt;
&lt;p&gt;Die 11.000km haben wir mit folgenden Verkehrsmitteln zurueckgelegt.&lt;/p&gt;
&lt;table&gt;
&lt;thead&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;th&gt;Verkehrsmittel&lt;/th&gt;
&lt;th&gt;Fahrten/Fluege&lt;/th&gt;
&lt;th&gt;Distanz&lt;/th&gt;
&lt;/tr&gt;
&lt;/thead&gt;
&lt;tbody&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td&gt;Zug&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;22&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;5.091km&lt;/td&gt;
&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td&gt;Nachtzug&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;2&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;589km&lt;/td&gt;
&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td&gt;Bus&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;5&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;59km&lt;/td&gt;
&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td&gt;Faehre&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;3&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;791km&lt;/td&gt;
&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td&gt;Flugzeug&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;3&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;4.484km&lt;/td&gt;
&lt;/tr&gt;
&lt;/tbody&gt;
&lt;/table&gt;
&lt;p&gt;Fuer interessierte, hier die GPX Dateien der Reise: &lt;a href="https://reisen.nafn.de/post/tag-52/urlaub-gpx.zip"&gt;Download&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;figure&gt;&lt;img src="https://reisen.nafn.de/post/tag-52/interrail-final.webp"
alt="Screenshot einer OpenStreetMap Landkarte. Eine eingezeichnete, rote Linie zeit den Weg, den wir zurueckgelegt haben."&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;h3 id="fluege"&gt;Fluege&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Auf die drei Fluege haetten wir gerne verzichtet, leider aber waren wir nicht
gut genug vorbereitet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Den ersten Flug von Wien nach Athen haette man
wahrscheinlich durch etwas mehr Vorrausplanung umgehen koennen. Leider ist das
nicht das, was ich im Urlaub gerne mache.&lt;/p&gt;
&lt;figure&gt;&lt;img src="https://reisen.nafn.de/post/tag-52/Wien-Athen.webp"
alt="Screenshot einer Karte. Die Strecke von Wien nach Athen ist eingezeichnet."&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;p&gt;Die zwei anderen Fluege waren eine schnelle Alternative zu einer mehrtaegigen
Fahrt von Malta ueber Sizilien, Italien und Frankreich nach Barcelona. Leider
war zu unserer Reisezeit fast jeder Zug ausgebucht und die Preise fuer die
restlichen Sitze exorbitant hoch. Wir haben also den schnellen, einfachen und
guenstigen Weg gewaehlt und sind von Malta ueber Prag nach Barcelona geflogen.&lt;/p&gt;
&lt;figure&gt;&lt;img src="https://reisen.nafn.de/post/tag-52/Malta-Prag-Barcelona.webp"
alt="Screenshot einer Karte. Die Strecke von Malta ueber Prag nach Barcelona ist eingezeichnet."&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;h3 id="busfahrten"&gt;Busfahrten&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Mit dem Bus waren wir in Griechenland von Aigio nach Patras unterwegs, da dort
noch keine Zugstrecke existiert. Die alte Zugstrecke wurde stillgelegt und die
neue wurde noch nicht fertiggestellt. Die Zugfahrt bis nach Aigio war aber sehr
angenehm.&lt;/p&gt;
&lt;figure&gt;&lt;img src="https://reisen.nafn.de/post/tag-52/Aigio-Patras.webp"
alt="Screenshot einer Karte. Die Strecke von Aigio nach Patras ist eingezeichnet."&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;p&gt;Die restlichen Busfahrten waren auf Gozo, wo es keine Zugverbindungen gibt.&lt;/p&gt;
&lt;figure&gt;&lt;img src="https://reisen.nafn.de/post/tag-52/Mgarr-Victoria-Xlendi.webp"
alt="Screenshot einer Karte. Die Strecke von Mgarr ueber Victoria nach Xlendi ist eingezeichnet."&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;h3 id="faehren"&gt;Faehren&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Die erste Faehre war auf der Strecke von Patras (Griechenland) nach Bari
(Italien). Wir haben uns dort fuer ein kleines Zimmer mit zwei Betten
entschieden, weil wir am naechsten Tag direkt mit dem Zug weiter wollten und es
hat sich als richtige Entscheidung entpuppt. Von den zwei Stopps mitten in der
Nacht haben wir erst etwas mitbekommen, als wir am Morgen frisch geduscht und
ausgeschlafen aus dem Zimmer gefallen sind und die Faehre &lt;em&gt;wesentlich&lt;/em&gt; voller war
als es in Patras noch der Fall war.&lt;/p&gt;
&lt;figure&gt;&lt;img src="https://reisen.nafn.de/post/tag-52/Patras-Bari.webp"
alt="Screenshot einer Karte. Die Strecke von Patras nach Bari ist eingezeichnet."&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;p&gt;Die zwei weiteren Fahrten mit einer Faehre waren relativ kurz zwischen Malta und
Gozo. Jeweils eine Hin- und eine Rueckreise.&lt;/p&gt;
&lt;figure&gt;&lt;img src="https://reisen.nafn.de/post/tag-52/Valetta-Mgarr.webp"
alt="Screenshot einer Karte. Die Strecke von Valetta nach Mgarr ist eingezeichnet."&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;h3 id="nachtzuege"&gt;Nachtzuege&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;In Romaenien sind wir zwei Mal mit einem Nachtzug gefahren. Wir waeren auch
gerne oefter mit dem Nachtzug durch z.B. Italien gefahren, aber die Fahrten sind
auf Monate ausgebucht. In Romaenien hingegen konnten wir am gleichen Tag noch
Zimmer mit eigenem Badezimmer buchen.&lt;/p&gt;
&lt;figure&gt;&lt;img src="https://reisen.nafn.de/post/tag-52/Arad-Bucharest.webp"
alt="Screenshot einer Karte. Die Strecke von Arad nach Bucharest ist eingezeichnet."&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;h3 id="gelerntes"&gt;Gelerntes&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Einheimische freuen sich riesig, wenn man ein paar Brocken ihrer Sprache
spricht. Das hat in jedem Land einen gravierenden Unterschied gemacht.&lt;/p&gt;
&lt;h3 id="kosten"&gt;Kosten&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;~4.000 Euro pro Person.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Unterkuenfte sind der groesste Kostenpunkt. Pro Nacht haben wir im Schnitt 120
Euro ausgegeben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Fuer 50 Tage recht annehmbar.&lt;/p&gt;
&lt;h3 id="fazit"&gt;Fazit&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Anfangs war ich skeptisch, weil ich Interrail nur als Angebot fuer Jugendliche
wahrgenommen habe. Es taugt aber auch in unserem Alter noch sehr.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Daher: Gerne wieder.&lt;/p&gt;</description></item><item><title>Tag 24 - Taranto - Catanzaro Lido</title><link>https://reisen.nafn.de/post/tag-24/</link><pubDate>Sat, 08 Oct 2022 09:00:00 +0200</pubDate><guid>https://reisen.nafn.de/post/tag-24/</guid><description>&lt;p&gt;Taranto war eine durchwachsene Erfahrung. Von Catanzaro erhoffe ich mir etwas
mehr. Es soll eine kleine Stadt in den Bergen sein. Da kann man eigentlich nicht
viel falsch machen. Sollte man meinen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Zug, ein IC von Trenitalia, steht pünktlich bereit und bringt uns sicher
nach Catanzaro Lido. Die Strecke war eine Mischung aus Meerblick, vertrockneten
Feldern, kleinerer Feuer am Rande der Bahnschiene und mehreren Ansammlungen von
Müll.&lt;/p&gt;
&lt;figure&gt;&lt;img src="https://reisen.nafn.de/post/tag-24/ic-aussen.webp"&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;figure&gt;&lt;img src="https://reisen.nafn.de/post/tag-24/ic-innen.webp"&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;p&gt;In Catanzaro Lido angekommen, warten wir nun auf einen Zug, der uns nach
Catanzaro selbst bringen soll. Zumindest heißt der Bahnhof so. Als wir nach
kurzer Wartezeit in den wohl ältesten Zug der Welt einsteigen und dieser auch
noch so aufgeheizt ist, dass uns nach der ersten Minute schon der Schweiß auf
der Stirn steht, hoffen wir, dass wir sehr bald ankommen. Auffällig im Zug ist
die Tapete, die an die 80er Jahre erinnert. Oder die 70er. 🤷&lt;/p&gt;
&lt;figure&gt;&lt;img src="https://reisen.nafn.de/post/tag-24/sauna-aussen.webp"&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;figure&gt;&lt;img src="https://reisen.nafn.de/post/tag-24/sauna-innen.webp"&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;p&gt;Ein paar Minuten später steigen wir in Catanzaro aus.
Leider ist der Bahnhof nicht in der Stadt, sondern mitten im Nirgendwo.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wir sind die einzigen, die dort aussteigen, aber der Schaffner hat mir beim
Aussteigen versichert, dass es sich um Catanzaro handelt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der ausgestorbene Bahnhof hat nichts. Kein Telefon, keine Toilette, kein
Taxistand, keine Schalter. Eine Person treffen wir vor Ort an, die dort den
Bahnsteig putzt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die &lt;a href="https://goo.gl/maps/NF1eWJcH6dHgtbde8"&gt;Bewertungen auf Google Maps&lt;/a&gt; sprechen Bände. 😅&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nachdem uns klar wird, dass wir von hier nicht weg kommen ohne knapp zwei
Stunden Fußweg vor uns zu haben, entscheiden wir uns, auf den nächsten Zug zu
warten, der uns zurück nach Catanzaro Lido bringen soll. Von dort wollen wir
dann ein Taxi nehmen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Gute 90 Minuten später sitzen wir in einem dieser uralten Saunazüge und fahren
zurück.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Vor Ort angekommen finden wir genau ein Taxi, welches uns direkt zu unserer
gemieteten Wohnung bringt. Der Taxifahrer geht auf die 70 zu, hat ein Handy
neben dem Lenkrad kleben auf dem Fußball läuft und ballert mit 150 km/h über
die Autobahn. Das Taxameter läuft mindestens genauso schnell.&lt;/p&gt;
&lt;figure&gt;&lt;img src="https://reisen.nafn.de/post/tag-24/fussball.webp"&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;p&gt;30 Minuten später sitzen wir in einer kleinen Wohnung und suchen ein paar
Restaurants auf Google Maps raus, die wir jetzt noch ablaufen wollen. Wie die
Erfahrung zeigt, reicht es nicht, sich nur ein Restaurant auszusuchen, da vieles
einfach geschlossen ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Da einfach alles zu hat, landen wir nach einem relativ langen Spaziergang bei
Burger King. Es ist keine kullinarische Besonderheit, aber immerhin gibt es
etwas zu essen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am nächsten Tag wollen wir den Besuch beim König der Burger vermeiden und gehen
stattdessen noch mehr Restaurants ab. Am Ende landen wir bei einer Dönerbude.
Und was soll ich sagen, es war grandios.&lt;/p&gt;
&lt;figure&gt;&lt;img src="https://reisen.nafn.de/post/tag-24/kebab.webp"&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;p&gt;Was mir in Taranto schon aufgefallen ist, sind kleine 24h Läden welche nur aus
Automaten bestehen. Auch in Catanzaro gibt es einend davon, dieser ist aber
ausschließlich mit Wein und sonstigen Alkoholika bestückt.&lt;/p&gt;
&lt;figure&gt;&lt;img src="https://reisen.nafn.de/post/tag-24/self-service-saufen.webp"&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;p&gt;Zwei Nächte verbringen wir hier, bevor wir weiter nach Messina fahren.&lt;/p&gt;</description></item><item><title>Tag 21 - Aigio - Patras - Bari - Taranto</title><link>https://reisen.nafn.de/post/tag-21/</link><pubDate>Wed, 05 Oct 2022 09:00:00 +0200</pubDate><guid>https://reisen.nafn.de/post/tag-21/</guid><description>&lt;p&gt;Nach einer Woche im einsamen Paradies in einem kleinen Haus direkt am Strand
geht es heute nach Italien. Wir haben uns gegen einen Flug entschieden und
werden stattdessen mit einer Fähre von Patras nach Bari fahren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach anfänglichen Problemen bei der Verbindungssuche hat ein Hinweis aus dem
Forum von Interrail geholfen: Direkt bei den Anbietern suchen. Hätte man auch
selbst drauf kommen können.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und tatsächlich geht das wesentlich einfacher von der Hand.
Wir buchen also ein Doppelzimmer für eine Fähre, die 16 Stunden durch die Nacht
fährt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Um 17:30 Uhr soll es losgehen. Wir haben also den ganzen Tag Zeit, um von diesem
einsamen Strand in die Stadt und von dort mit dem Bus nach Patras zu kommen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Vermieter ist so nett und bringt uns direkt zum Busbahnhof. Die Bahnstrecke
von Aigio nach Patras wird aktuell noch gebaut, aber da der Bus nur 30 Minuten
braucht, soll uns das recht sein.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Patras ist eine kleine Hafenstadt. Wir schlängeln uns durch die Flaniermeile,
trinken Kaffee und essen Eis. Nach einer Woche in der Einsamkeit ist das eine
gelungene Abwechslung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Fussweg zur Fähre ist mit 30 Minuten relativ lang. 28 Grad und neun Kg
Gepäck auf dem Rücken machen die Sache nicht leichter.&lt;/p&gt;
&lt;figure&gt;&lt;img src="https://reisen.nafn.de/post/tag-21/strasse.webp"&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;p&gt;Das Reisen mit einer Fähre ist von Anfang an wesentlich bequemer als das Reisen
mit dem Flugzeug. Beim Checkin bekommt man ein kleines Papierticket, danach gibt
es einen Security-Check-Light und dann wird man auch schon von einem Bus zur
Fähre gebracht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zwei Stunden vor Abfahrt sind wir an Bord und genießen die Aussicht und die
Leckerlichkeiten an einer der Bars an Bord.&lt;/p&gt;
&lt;figure&gt;&lt;img src="https://reisen.nafn.de/post/tag-21/bar.webp"&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;p&gt;Die Zimmer sind relativ groß und auch das dazugehörige Badezimmer ist bequem
benutzbar. Kaum ein Vergleich zum Badezimmer im Nachtzug von Arad nach Bukarest.&lt;/p&gt;
&lt;figure&gt;&lt;img src="https://reisen.nafn.de/post/tag-21/zimmer.webp"&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;p&gt;Der Lärm bei Nacht hält sich auch in Grenzen. Hier und da klappert etwas im
Zimmer, aber im Großen und Ganzen kann man ganz gut schlafen.&lt;/p&gt;
&lt;figure&gt;&lt;img src="https://reisen.nafn.de/post/tag-21/bye-griechenland.webp"&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;p&gt;Am Nächsten Morgen fällt uns auf, dass wir wohl in der Nacht noch einen Hafen
angesteuert haben. Die Aufenthaltsbereiche sind wesentlich gefüllter, als es am
Abend noch der Fall war. Vor den Toiletten bilden sich lange Schlangen und
überall liegen schlafende Gestalten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In diesem Moment bin ich recht froh, dass wir uns für eine Kabine entschieden haben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In Bari gehen wir von Bord und machen das gleiche wie in Patras. Flanieren,
Kaffee und Frühstück. Für Eis ist es noch etwas zu früh.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Kurze Zeit später sitzen wir dann auch schon im Zug nach Taranto. Dort kommen
wir für zwei Nächte unter, bevor es weiter in den Süden geht.&lt;/p&gt;
&lt;figure&gt;&lt;img src="https://reisen.nafn.de/post/tag-21/zug-taranto.webp"&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;p&gt;Taranto wirkt typisch italienisch. Kleine Gassen, ein Hafen und viele kleine
Geschäfte und Restaurants in der Altstadt.&lt;/p&gt;
&lt;figure&gt;&lt;img src="https://reisen.nafn.de/post/tag-21/gasse.webp"&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;figure&gt;&lt;img src="https://reisen.nafn.de/post/tag-21/balkon.webp"&gt;
&lt;/figure&gt;</description></item><item><title>Tag 14 - Athen - Aigio</title><link>https://reisen.nafn.de/post/tag-14/</link><pubDate>Wed, 28 Sep 2022 09:00:00 +0200</pubDate><guid>https://reisen.nafn.de/post/tag-14/</guid><description>&lt;p&gt;Nach drei Nächten im Wechsel zwischen Luxus und Armut geht die Reise heute
weiter nach Aigio. Laut Railplanner App müssen wir ab Kiato einen Bus nehmen.
Laut der lokalen Bahngesellschaft fährt aber seit zwei Jahren ein Zug auf einer
neuen Bahnstrecke.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Suche nach Verbindung wird getrübt durch die Tatsache, dass Aigio von jedem
anders geschrieben wird. Aegion, Eigio &amp;hellip; 🤷&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wir vertrauen der lokalen Bahngesellschaft und werden glücklicherweise
nicht enttäuscht. Die Strecke von Athen nach Kiato ist anfangs von Armut
getränkt, wechselt ausserhalb von Athen aber schnell in eine Augenweide.&lt;/p&gt;
&lt;figure&gt;&lt;img src="https://reisen.nafn.de/post/tag-14/kiato.webp"&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;p&gt;Der Bahnhof in Kiato ist leer. Google Maps zeigt in der näheren Umgebung
zwei Restaurants an, aber mittlerweile habe ich gelernt diesen Angaben nicht
mehr zu vertrauen. Vor allem in der ländlichen Gegend von Griechenland ist das
alles veraltet. Wir decken uns beim Bahnhofbäcker mit Kuriositäten ein und
warten gespannt auf den nächsten Zug.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Zug nach Aigio ist etwas älter, liefert uns aber relativ pünktlich dort ab,
wo wir hin wollten.&lt;/p&gt;
&lt;figure&gt;&lt;img src="https://reisen.nafn.de/post/tag-14/alter-zug.webp"&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;p&gt;An einem punkt der Fahrt blieb der Zug kurz nach einem Bahnhof stehen und
fuhr kurzfristig wieder zuruück. Es stellt sich raus, dass
jemand seine Haltestelle verpasst hat. Sowas habe ich vorher noch nicht erlebt,
aber hier schien das fast schon normal.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Bahnhof in Aigio sieht so neu aus, wie er angekündigt wurde. Auf Google
Maps ist er noch nicht eingezeichnet, was die Navigation etwas schwierig macht.
Glücklicherweise steht ein einzelnes Taxi vorm Eingang, welches uns dann zum
Strand bringt.&lt;/p&gt;
&lt;figure&gt;&lt;img src="https://reisen.nafn.de/post/tag-14/strand.webp"&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;p&gt;Wir sind ein paar Stunden zu früh an unserem über airbnb gemieteten Häuschen
und erkunden entsprechend schonmal die Gegegnd. Wie zu erwarten sind alle
Restaurants schon geschlossen, weil die Saison hier vorbei ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach 20 Minuten haben wir das komplette Dorf erkundet und warten nun auf den
Vermieter. In sieben Tag geht die Reise weiter. Bis dahin sitzen wir mitten im
Nirgendwo an einem Strand vor unserer Haustür.&lt;/p&gt;
&lt;figure&gt;&lt;img src="https://reisen.nafn.de/post/tag-14/cat.webp"&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;p&gt;Womit man hier so seine Tage verbringt? 🤷&lt;/p&gt;
&lt;div
style="position: relative; padding-bottom: 56.25%; height: 0; overflow: hidden;"&gt;
&lt;iframe
src="https://player.vimeo.com/video/758404931?dnt=0"
style="position: absolute; top: 0; left: 0; width: 100%; height: 100%; border:0;" allow="fullscreen"&gt;
&lt;/iframe&gt;
&lt;/div&gt;</description></item><item><title>Tag 11 - Wien - Athen</title><link>https://reisen.nafn.de/post/tag-11/</link><pubDate>Sun, 25 Sep 2022 09:00:00 +0200</pubDate><guid>https://reisen.nafn.de/post/tag-11/</guid><description>&lt;p&gt;Heute geht es endlich wieder vorwärts. Um 5:30 Uhr wackelt meine Uhr, um mich zu
wecken. Da ich dank meiner Medikamente eh kaum schlafe, ist mir das fast schon
egal.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Duschen, Rucksack schnappen und runter zum Frühstück. Wieder gibt es keinen
griechischen Joghurt. Meine liebste Proteinquelle. 😢 Auch einer der Gründe,
warum ich mich auf Griechenland freue.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich wackel also zum Bahnhof, finde wieder eine erste Klasse vor und mache es mir
bequem. Die Fahrt dauert leider nur 15 Minuten.&lt;/p&gt;
&lt;figure&gt;&lt;img src="https://reisen.nafn.de/post/tag-11/oebb.webp"&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;p&gt;Der Wiener Flughafen ist ein Paradebeispiel an Organisation. Vom Zug zu
meinem Platz im Flugzeug gibt es zu keinem Zeitpunkt Klärungsbedarf, wohin ich
mich bewegen muss. Am Frankfurter Flughafen rennt man reihenweise in
Menschentrauben, die sich verlaufen haben.&lt;/p&gt;
&lt;hr&gt;
&lt;p&gt;In Athen angekommen versorgt mich Marina mit mitgebrachten Lebensmitteln. Im
Flugzeug konnte man zwar etwas kaufen, aber das Kartenzahlgerät wollte von jedem
die PIN, die ich bisher weder gebraucht habe, noch irgendwo aufgeschrieben habe.
🤷&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Für den Weg in die Stadt entscheiden wir uns für den Zug. Ein Taxi wäre
schneller, angenehmer und leichter zu erreichen, aber es gab heute schon genug
Luxus.&lt;/p&gt;
&lt;figure&gt;&lt;img src="https://reisen.nafn.de/post/tag-11/airport.webp"&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;p&gt;Wir klicken uns also in der Railplanner App ein Ticket und stecken dann am
Weg zu den Gleisen an einer Pforte fest. Der Scanner der Pforte braucht
RFID, die App kann aber nur Bildchen anzeigen. Nach ein paar Minuten sehen
wir wohl so verpeilt aus, dass jemand vorbei kommt, seine Karte an den Scanner
drückt und wir passieren können. Ich sage &amp;ldquo;gracias&amp;rdquo; und wir laufen richtung
Zug.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach 50 Minuten erreichen wir den Bahnhof &amp;ldquo;Athens&amp;rdquo;. Zwischen den neuen Gleisen
und einer relativ neuen Bahnhofshalle findet man alte Bahnsteige mit verrosteter
Kunst.&lt;/p&gt;
&lt;figure&gt;&lt;img src="https://reisen.nafn.de/post/tag-11/kunst-am-hbf.webp"&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;p&gt;Vom Bahnhof laufen wir 30 Minuten durch eine Gegend, die dem Bahnhofsviertel in
Frankfurt in nichts nach steht. Ausser der fancy Restaurants und Bars. Es gibt
einige Hotels und ansonsten nur sehr heruntergekommene Gestalten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine Minute vom Hotel entfernt sehen wir die erste Person, die die Straße
vollblutet während die Nadel noch im Arm steckt. Das sind Bilder, an die man sich erst wieder gewöhnen muss.&lt;/p&gt;
&lt;hr&gt;
&lt;p&gt;Unser Hotel ist sehr modern eingerichtet (kein deutsches Standardhotel 😢), voll
klimatisiert und riecht überall nach Parfüm. Der Raum könnte allerdings nicht
kleiner sein. Der Blick vom Balkon erinnert an die Gegend, in der man sich
befindet.&lt;/p&gt;
&lt;figure&gt;&lt;img src="https://reisen.nafn.de/post/tag-11/balkon.webp"&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;p&gt;Drei Nächte verbringen wir hier, dann geht es weiter richtung Westen. Irgendwie
wollen wir nach Italien kommen. Wenn möglich ohne Flugzeug.&lt;/p&gt;</description></item><item><title>Tag 10 - Budapest - Wien</title><link>https://reisen.nafn.de/post/tag-10/</link><pubDate>Sat, 24 Sep 2022 09:00:00 +0200</pubDate><guid>https://reisen.nafn.de/post/tag-10/</guid><description>&lt;p&gt;Heute gehts nach Wien. Noch weiter zurück zum Startpunkt, als ich erwartet
habe. Am Liebsten wäre ich nach Slovenien gefahren, weil mir die Zugstrecken
und Städte dort gut gefallen, aber von dort gibt es keine Direktflüge nach
Athen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Also, deutsches Standardhotel gebucht und ab zum Bahnhof. Die erste Klasse steht
bereit und ich kanns nicht erwarten, wieder die Landschaft zu bewundern.&lt;/p&gt;
&lt;figure&gt;&lt;img src="https://reisen.nafn.de/post/tag-10/oebb-business-class.webp"&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;p&gt;Kurz nach der Abfahrt wurde ich vom Schaffner auch gleich darauf hingewiesen,
dass ich mich nicht in der ersten Klasse sondern in der Business-Class befinde.
Während ich nach meinem Rucksack greife, meint der Herr in feinstem
österreichischem Dialekt: &amp;ldquo;Aber, aber mein Herr, der Aufpreis sind nur 15
Euro&amp;rdquo;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das lasse ich mir nicht entgehen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mit im Preis ist ein Getränk meiner Wahl und Bedienung durch das Bordbistro am
Platz. Ich bestelle also ein heißes Wasser (Tee habe ich selbst dabei) und
stöbere in der Karte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Beim Bezahlen gibt es ein paar Computerprobleme, wofür sich der Herr mehrfach
entschuldigt, aber dann genieße ich eine der bequemsten Zugfahrten, die ich je
erlebt habe.&lt;/p&gt;
&lt;hr&gt;
&lt;p&gt;Ein Kontrahend in Sachen Bequemlichkeit ist wohl nur ein alter IC, der mich
morgens um vier betrunken vom
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Congress_Center_Hamburg"&gt;CCH&lt;/a&gt; nach Frankfurt gebracht hat.&lt;/p&gt;
&lt;hr&gt;
&lt;figure&gt;&lt;img src="https://reisen.nafn.de/post/tag-10/blick-auf-hbf.webp"&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;p&gt;In Wien angekommen, checke ich schnell ein und verbringe den Samstag Abend
programmierend in einem Waschsalon. ❤️&lt;/p&gt;
&lt;figure&gt;&lt;img src="https://reisen.nafn.de/post/tag-10/laundromat.webp"&gt;
&lt;/figure&gt;</description></item><item><title>Tag 07 - Bukarest - Arad - Budapest</title><link>https://reisen.nafn.de/post/tag-07/</link><pubDate>Wed, 21 Sep 2022 09:00:00 +0200</pubDate><guid>https://reisen.nafn.de/post/tag-07/</guid><description>&lt;p&gt;Wir kommen morgens gegen 7:50 Uhr in Bukarest an. 30 Minuten verspätet. Das kann
uns nur recht sein, denn wir können erst ab 15 Uhr ins Hotel einchecken. Bis
dahin müssen wir uns die Zeit vertreiben. Wir haben zwar schon ein paar
Aktivitäten geplant, aber keine davon wird uns solange beschäftigen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Hauptbahnhof wirkt schlicht und leicht heruntergekommen.
Eine Seite des langen Gangs ist gefüllt mit Fast-Food-Restaurants und
Bäckereien, an der anderen Seite reiht sich ein Kiosk an den anderen.&lt;/p&gt;
&lt;figure&gt;&lt;img src="https://reisen.nafn.de/post/tag-07/hbf-innen.webp"&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;p&gt;Der eine Tag in Budapest war beeindruckend. Nach mittlerweile zwölf Jahren in
Frankfurt dachte ich eigentlich, dass ich weiß wie eine autozentrierte Stadt
aussieht und sich anfühlt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dann kamen wir nach Budapest und ich war leicht schockiert wie verdreckt die
Gebäude sind, die den Abgasen der Unmengen an Fahrzeugen ausgesetzt sind. Der
Verkehr war immens, laut und vor allem aber überall vorzufinden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bukarest kann darüber nur lachen. Dagegen wirkt Budapest wie eine sonnige
Paradiesinsel.&lt;/p&gt;
&lt;hr&gt;
&lt;figure&gt;&lt;img src="https://reisen.nafn.de/post/tag-07/hbf-aussen.webp"&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;p&gt;Als wir den Hauptbahnhof in Bukarest verlassen stehen wir an einer gigantischen
Kreuzung. Gegenüber ein verlassenes und halb zerstörtes Gebäude.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber wie in jeder Stadt (ausser in Wien), ist die Gegend um den Bahnhof mit
Vorsicht zu genießen. Wir ignorieren diese Augenweide also erstmal und suchen
nach einem Taxi, um zur deutschen Botschaft zu kommen. Der Plan war, einen
temporären Ausweiß zu bekommen, damit Marina nach Frankfurt fliegen kann und
dort ihren Reisepass holen kann. Das klang erstmal besser als die ganze Strecke
wieder zurückzufahren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Unserer frisch abgehobenen rumänischen Leu beraubt kommen wir kurze Zeit später
bei der Botschaft an. Wie üblich für eine deutsche Behörde soll sie heute
angeblich geschlossen sein. Laut Website und Telefonansage ist das nicht der
Fall, aber dem bewaffneten Herren am Eingang war das egal. Als wir dann den
einzig anderen Deutschen fröhlich auf einem Rad anfahren sehen und diesen darauf
ansprechen, erzählt er auch nur, dass heute geschlossen ist. Später stellte sich
raus, dass es einer der deutschen Diplomaten war. Auch nur ein arbeitsscheuer Beamter.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Einen Termin kann man auf der Website der Botschaft zwar klicken, aber erst
für die nächste Woche. Das ist uns zu lange, um die Zeit in Bukarest zu
verbringen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Unsere Pläne ändern sich damit also grundlegend.&lt;/p&gt;
&lt;hr&gt;
&lt;p&gt;Man könnte sagen, dass wir
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Backtracking"&gt;backtracken&lt;/a&gt;. Es bestünde zwar die
Möglichkeit, dass wir weiter vorwärts kommen, aber der Weg wäre lang und
beschwerlich. Die Chance auf Stress an den Grenzen wächst natürlich auch, wenn
man einen abgelaufenen Ausweiß dabei hat.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der alte Plan sah folgende Strecke vor:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;9h mit dem Zug von Bukarest nach Sofia&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;5h mit dem Bus von Sofia nach Thessaloniki&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;4h mit dem Zug von Thessaloniki nach Athen&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;Stattdessen fahren wir heute direkt wieder mit dem Nachtzug nach Arad und von
dort weiter nach Budapest. Die gleiche Strecke, die wir gekommen sind.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Entscheidung fiel uns nicht leicht, weil es sich wie ein herber Rückschlag
anfühlt, aber allemal besser als Stress an den Grenzen.&lt;/p&gt;
&lt;hr&gt;
&lt;p&gt;Wir verbringen den Tag also mit einer Freundin von Marina und ihrem Mann in
einem netten Restaurant und sitzen ansonsten in verschiedenen Cafes und
Restaurants in dieser viel zu hektischen und lauten Stadt.&lt;/p&gt;
&lt;figure&gt;&lt;img src="https://reisen.nafn.de/post/tag-07/autos.webp"&gt;&lt;figcaption&gt;
&lt;h4&gt;Eine typische Kreuzung in Bukarest.&lt;/h4&gt;
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;p&gt;Gegen Abend sind wir dann eine gute Stunde am Hauptbahnhof unterwegs und
beobachten das Treiben. Trotz der vielen Menschen wirkt das alles wesentlich
weniger hektisch als wir es gewohnt sind. Das kann aber natürlich auch die
Urlaubsbrille sein, die wir auf haben.&lt;/p&gt;
&lt;figure&gt;&lt;img src="https://reisen.nafn.de/post/tag-07/bahnschienen.webp"&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;p&gt;Der Nachtzug kommt pünktlich, ist dieses mal aber ausgebucht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Heizung scheint zu funktionieren, dafür geht aber das Fenster
nicht auf. Da jemand immer mal wieder raucht, ist das doch recht
unangenehm. Die Heizung am Morgen ist dafür aber warm. Man muss nur wissen wie.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Schlaf gibt es trotzdem nicht wirklich viel. Die zweite Nacht in Folge.&lt;/p&gt;
&lt;figure&gt;&lt;img src="https://reisen.nafn.de/post/tag-07/schlaflos.webp"&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;p&gt;Ansonsten lief der Rückweg ziemlich ähnlich wieder der Hinweg.
Dank eines guten Angebots buchen wir das gleiche Hotel in Budapst,
wie die Tage zuvor.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die rumänischen Grenzbeamten ignorieren uns wie gehabt; die ungarischen
Grenzbeamten sind die gleichen wie am Tag zuvor. Er erkennt uns, lacht und
brabbelt etwas unverständliches. Marina ist aufgeregt und antwortet etwas
ähnlich unverständliches. Zwei Minuten später fährt der Zug mit uns weiter.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Marina ist noch immer sichtlich aufgeregt, während ich mich auf ein paar weitere
Tage in Budapest freue.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Da ich aus gesundheitlichen Gründen sehr regelmäßig essen muss, freue ich
mich über jede Konstante beim besorgen von Lebensmitteln. Ein Laden hat es mir
in Budapest dabei sehr angetan: &lt;a href="https://bellozzo.hu/"&gt;Bellozzo&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine Fastfoodkette, die - unter anderem - italienische Nudelspeisen zubereitet.
Schnell, lecker und authentisch. Ich kanns kaum erwarten.&lt;/p&gt;
&lt;hr&gt;
&lt;p&gt;Der weitere Plan ist, dass wir beide eine Nacht in Budapest bleiben,
um eine ordentliche Mütze Schlaf zu bekommen. Marina fährt dann weiter nach
Frankfurt und in ein paar Tagen fliegen wir beide nach Athen und treffen uns
dort, um die Zugreisen fortzusetzen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Fliegen wollten wir eigentlich vermeiden, aber nochmal 16h nach Bukarest zu
fahren halte ich nicht aus. 😅&lt;/p&gt;</description></item><item><title>Tag 06 - Arad - Bukarest</title><link>https://reisen.nafn.de/post/tag-06-1/</link><pubDate>Tue, 20 Sep 2022 09:00:00 +0200</pubDate><guid>https://reisen.nafn.de/post/tag-06-1/</guid><description>&lt;p&gt;Wir kommen mit leichter Verspätung in Arad an und können den Nachtzug schon an
einem anderen Gleis sehen. Der Zug ist leicht zu erkennen, weil er recht
auffällig bemalt ist. Sollte es irgendwo einen Zirkuszug geben, stelle ich ihn
mir so vor.&lt;/p&gt;
&lt;figure&gt;&lt;img src="https://reisen.nafn.de/post/tag-06-1/nachtzug-aussen.webp"&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;p&gt;Der Bahnhof macht einen soliden Eindruck. Alles ist gut beschildert, die Personen
an den Schaltern sind hilfsbereit und eine kleine Bäckerei gibt es auch.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Da wir noch etwas mehr als eine Stunde Zeit haben, erkunden wir etwas die Gegend
um den Bahnhof. Arad wirkt wenig einladend. Noch immer muss ich mich an das
Landschaftsbild gewöhnen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wieder am Bahnhof angekommen, steht am Gleis schon ein gut gekleideter Schaffner
und empfängt uns. Wir zeigen unser Ticket und werden von ihm in die richtige
Richtung gelenkt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Beim Betreten wird klar, dass das hier um weiten bequemer wird, als die fünf
Stunden, die wir gerade verbracht haben.&lt;/p&gt;
&lt;figure&gt;&lt;img src="https://reisen.nafn.de/post/tag-06-1/nachtzug-gang.webp"&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;p&gt;Auch die Kabinen wirken sehr einladend.&lt;/p&gt;
&lt;figure&gt;&lt;img src="https://reisen.nafn.de/post/tag-06-1/nachtzug-kabine.webp"&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;p&gt;Nachdem wir uns kurz eingerichtet haben, kommt auch schon der Schaffner und
bring uns zwei Flaschen Wasser und zwei Sandwiches. Nichts wildes, aber eine
nette Aufmerksamkeit.&lt;/p&gt;
&lt;figure&gt;&lt;img src="https://reisen.nafn.de/post/tag-06-1/nachtzug-verpflegung.webp"&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;p&gt;Die Kabine und der Zug sind sehr sauber. Auch das Badezimmer macht einen
guten Eindruck. Es gibt noch eine verschlossene Tür, die zur nächsten Kabine führt.
Wenn man mit mehreren Personen reist, kann man ein &amp;ldquo;Apartment&amp;rdquo; buchen. Das sind
dann zwei Kabinen bei denen die Zwischentür nicht verschlossen ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was nach kurzer Zeit auffällt: Es ist warm. Sehr warm sogar. Das Problem spitzt
sich zu, nachdem klar wird, dass die Heizung sich nicht wirklich einstellen
lässt.&lt;/p&gt;
&lt;div
style="position: relative; padding-bottom: 56.25%; height: 0; overflow: hidden;"&gt;
&lt;iframe
src="https://player.vimeo.com/video/755104778?dnt=0"
style="position: absolute; top: 0; left: 0; width: 100%; height: 100%; border:0;" allow="fullscreen"&gt;
&lt;/iframe&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;Glücklicherweise kann man das kleine Fenster öffnen. Um es die ganze Fahrt
über offen zu lassen, ist es draussen aber zu kalt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Als wir dann irgendwann den Lichtschalter des Bades gefunden haben (er ist über
der Eingangstür der Kabine, wie auch der Heizungsschalter), merken wir beim
Einschalten, dass damit auch ein Lüfter im Bad angeht. Da der Zug sich im
Moment noch nicht bewegt, klingt der Lüfter sehr, sehr laut. Später stellt sich
dann allerdings heraus, dass das ein Witz ist, gegenüber der Grundlautstärke im
Zug.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und damit sind wir auch beim Hauptproblem dieses Nachtzuges. Er ist sehr laut.
Bei langsamer Fahrt ist es ok und man kann einigermaßen schlafen, aber sobald
die Geschwindigkeit steigt, steigt der Lärm gleichermaßen an. Das macht die
Nacht relativ kurz bzw. sorgt dafür, dass wir immer mal wieder aufwachen, wenn
der Zug eine schnelle Passage erreicht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Um 6:30 Uhr geht dann aber auch schon der Wecker, weil ich unbedingt noch die
Dusche ausprobieren will. Weil ich es zu eilig habe, setze ich mich nicht mit
der Dusche auseinander und dusche mit eiskaltem Wasser. Das ist nicht weiter
schlimm, anfangs aber etwas unangenehm.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Als ich dann mit Duschen fertig bin, fällt mir ein weiterer Schalter auf, mit
dem man wohl einen kleinen Kessel erhitzen kann. Ein paar Minuten später kommt
dann wirklich warmes Wasser aus der Dusche. 🤷&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Den Rest der Fahrt schauen wir aus dem Fenster. Der Zug hat gute 30 Minuten
verspätung und wir sollten wahrscheinlich gerade planen, was unsere nächsten
Schritte sein werden, aber das Leben ist gerade zu gut.&lt;/p&gt;
&lt;figure&gt;&lt;img src="https://reisen.nafn.de/post/tag-06-1/nachtzug-fensterblick.webp"&gt;
&lt;/figure&gt;</description></item><item><title>Tag 06 - Budapest - Arad</title><link>https://reisen.nafn.de/post/tag-06-0/</link><pubDate>Tue, 20 Sep 2022 09:00:00 +0200</pubDate><guid>https://reisen.nafn.de/post/tag-06-0/</guid><description>&lt;p&gt;Ein großer Tag. Heute wollen wir die erste Fahrt mit einem Nachtzug machen.
Vorher müssen wir aber zum Abfahrtsort kommen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Arad, der Abfahrtsort, liegt direkt hinter der Rumänischen Grenze.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht weiß: Rumänien ist nicht Mitglied des
Schengener Abkommens, weshalb es dort Grenzkontrollen gibt.&lt;/p&gt;
&lt;figure&gt;&lt;img src="https://reisen.nafn.de/post/tag-06-0/map.webp"&gt;&lt;figcaption&gt;
&lt;h4&gt;250km - 4,5h&lt;/h4&gt;
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;p&gt;Muss man nicht wissen, kann aber hilfreich sein.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was ich vorher wusste, mich aber trotzdem verwirrt: Rumänien liegt in einer
anderen Zeitzone. Ungarn liegt aktuell in CEST/UTC+2, Rumänien in EEST/UTC+3.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach längerem Hin und Her entscheiden wir uns für den Zug um 13:10 Uhr. Damit
sollten wir in Arad noch zwei Stunden Zeit haben, bevor der Nachtzug seine Reise
beginnt. Zwei Stunden Verspätung klingt auch unrealistisch. Dachten wir
zumindest.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Da wir laut Railplanner App eine Sitzplatzreservierung benötigen, bewegen wir
uns nach dem Frühstück zum Hauptbahnhof. Dort angekommen ziehen wir eine
Nummer und dackeln umgehend zum Schalter, als das Display nach ein paar Minuten
unsere Nummer zeigt.&lt;/p&gt;
&lt;figure&gt;&lt;img src="https://reisen.nafn.de/post/tag-06-0/hbf-wartebereich.webp"&gt;&lt;figcaption&gt;
&lt;h4&gt;Der Wartebereich&lt;/h4&gt;
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;p&gt;Ich halte mein Handy, dass die Zugverbindung zeigt, ans Fenster und sage sowas
wie &amp;ldquo;Interrail, I need reservation&amp;rdquo;. Weniger ist manchmal mehr.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Person auf der anderen Seite der Scheibe nickt und klickt wild auf der Maus
herum. Währen sie so klickt entsteht folgender Dialog:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich: Do we need a reservation for this train? &lt;br&gt;
Sie: It&amp;rsquo;s six euros. &lt;br&gt;
Ich: Ok.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Marina: Is this train usually crowded? &lt;br&gt;
Sie: Cash or card? &lt;br&gt;
Ich: Card.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Marina: Is this reservation obligatory? &lt;br&gt;
Sie: Here&amp;rsquo;s your reservation. &lt;br&gt;
Ich: Thanks. Bye.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Kommunikation. So wichtig.&lt;/p&gt;
&lt;hr&gt;
&lt;p&gt;Wieder im Hotel angekommen packen wir unsere Taschen, checken aus und essen etwas
zu Mittag. Wir kaufen etwas Verpflegung und bewegen uns wieder zum Bahnhof.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wenn sich die Sonne in Budapest zeigt, wirkt die Stadt sehr viel angenehmer
(mehr dazu in ein paar Tagen). Als wir das erste Mal am Krankenhaus vorbei
gelaufen sind, wirkte das ganze Gelände wie &lt;a href="https://youtu.be/ERlBHOtH25U?t=242"&gt;das Gebäude aus dem Intro von Secret
of Evermore&lt;/a&gt;. Leicht beklemmend.&lt;/p&gt;
&lt;figure&gt;&lt;img src="https://reisen.nafn.de/post/tag-06-0/krankenhaus.webp"&gt;&lt;figcaption&gt;
&lt;h4&gt;Das linke Gebäude ist ein Krankenhaus&lt;/h4&gt;
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;p&gt;Mit Sonne sieht das schon ganz anders aus.&lt;/p&gt;
&lt;hr&gt;
&lt;figure&gt;&lt;img src="https://reisen.nafn.de/post/tag-06-0/ic-bahnhof.webp"&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;p&gt;Der Zug steht bei unserer Ankunft um 12:30 schon bereit. Wir suchen
unseren reservierten Platz und machen uns breit. Es sieht nicht so aus, als
würden viele Leute mit diesem Zug fahren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Waggon erinnert an einen älteren IC. Die Sitzen sind bequem und es gibt
Steckdosen an den meissten Plätzen. Die Toilette sollte man tunlichst meiden.&lt;/p&gt;
&lt;figure&gt;&lt;img src="https://reisen.nafn.de/post/tag-06-0/ic-innen.webp"&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;p&gt;An den Türen steht zwar etwas von &amp;ldquo;AC&amp;rdquo;, davon merkt man aber recht wenig. Trotz
der 16 Grad Aussentemperatur sind es gediegene 25 Grad im Zug. Das könnte ein
guter Vorgeschmack auf das sein, was uns in Griechenland erwarten wird. Dort
sollen es nächste Woche wieder um die 30 Grad werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Von Budapest nach Adar fahren wir 4,5 Stunden. Es geht durch die &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fe_Ungarische_Tiefebene"&gt;Große
Ungarische
Tiefebene&lt;/a&gt; und
das ist im Grunde ganz hübsch anzusehen. Viel Landwirtschaft, einige kleinere
Orte und hier und da ein Bahnhof.&lt;/p&gt;
&lt;div
style="position: relative; padding-bottom: 56.25%; height: 0; overflow: hidden;"&gt;
&lt;iframe
src="https://player.vimeo.com/video/753003767?dnt=0"
style="position: absolute; top: 0; left: 0; width: 100%; height: 100%; border:0;" allow="fullscreen"&gt;
&lt;/iframe&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;Kurz vor der Grenze kommt dann die erste Kontrolle auf der Ungarischen
Seite. Einer unserer Personalausweiße wird begutachtet und akzeptiert. Der
andere Personalausweiß ist seit drei Tagen abgelaufen und sorgt beim
Grenzbeamten für Unmut.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;ldquo;Go to romania, then go home. You&amp;rsquo;re illegal. Guten Tag.&amp;rdquo; sagt der Grenzbeamte
und lässt uns leicht verdutzt zurück. Bevor wir richtig realisieren, was gerade
passiert ist, fahren wir weiter und sind jetzt in Rumänien.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der nächste Halt ist gleichzeitig auch die nächste Kontrolle. Der rumänische
Grenzbeamte verbringt gute zwei Minuten mit dem ersten, noch gültigen
Ausweiß und dann knapp fünf Sekunden mit dem zweiten, ungültigen Ausweiß,
bevor er einfach geht. Wir halten unsere Ausweiße in der Hand, schauen uns an
und sind noch immer unsicher, was gerade passiert ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Zug fährt los und wir verbringen die nächsten Stunden damit unsere Optionen
zu eruieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine davon ist, dass wir schnellstmöglich wieder in den Schengenraum kommen.&lt;/p&gt;
&lt;hr&gt;
&lt;p&gt;Was man hier öfter sieht, was ich aus Deutschland nur aus der Schulzeit kenne:
Der letzte Waggon ist gleichzeitig auch ein Fenster nach hinten.&lt;/p&gt;
&lt;div
style="position: relative; padding-bottom: 56.25%; height: 0; overflow: hidden;"&gt;
&lt;iframe
src="https://player.vimeo.com/video/752998223?dnt=0"
style="position: absolute; top: 0; left: 0; width: 100%; height: 100%; border:0;" allow="fullscreen"&gt;
&lt;/iframe&gt;
&lt;/div&gt;</description></item><item><title>Tag 03 - Bratislava - Budapest</title><link>https://reisen.nafn.de/post/tag-03/</link><pubDate>Sat, 17 Sep 2022 09:00:00 +0200</pubDate><guid>https://reisen.nafn.de/post/tag-03/</guid><description>&lt;p&gt;Die Fahrt nach Budapest soll die erste sein, in der sich das 1. Klasse Ticket
als gute Entscheidung entpuppt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wir klicken das Ticket in der App und danach auf einer tschechischen Website
eine Sitzplatzreservierung. &lt;a href="https://twitter.com/computerfoo/status/1571052456062357504"&gt;Das ganze wirkt etwas
komisch&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am Bahnhof angekommen ist der Zug schon ausgeschrieben.&lt;/p&gt;
&lt;figure&gt;&lt;img src="https://reisen.nafn.de/post/tag-03/zugtafel.webp"&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;p&gt;Wir bewegen uns die paar Schritte zum Gleis und warten. Als der Zug eintrifft,
können wir unseren Wagen nicht sehen, steigen also irgendwo ein und bewegen uns
im Zug durch die Waggons. Die zweite Klasse ist voll. Richtig voll. Es ist
brühen warm (die Aussentemperatur liegt zu diesem Zeitpunkt bei 15 Grad), die
Fenster sind beschlagen und - wie schon gesagt - hier trägt man keine Maske
mehr.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die erste Klasse ist leer. Wir haben ein Abteil für uns alleine und reisen
gemütlich nach Budapest. Ich nutze die Zeit für ein paar Github Issues und
freue mich, dass das mobile Internet relativ stabil ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach zweieinhalb Stunden kommen wir in Budapest Nyugati an. So Spektakulär wie
der Südbahnhof in Frankfurt, ignorieren wir das Ding und bewegen uns direkt zum
Hotel. Wir checken ein, legen die Rucksäcke im Zimmer ab (welches an ein
Tinyhouse erinnert) und gehen etwas essen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Den Rest des Tages versuchen wir herauszufinden, wie wir weiter kommen. Wir
haben zwar drei Nächte in Budapest eingeplant, aber die Fahrt danach wirkte zum
Zeitpunkt unserer Ankunft noch etwas undurchsichtig.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Folgende Möglichkeiten stehen zur Wahl:&lt;/p&gt;
&lt;ol&gt;
&lt;li&gt;Ein Sitzplatz in einem Direktzug. 15 Stunden und 25 Minuten Fahrtzeit für
sechs Euro pro Person.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Ein Schlafwagen in einem Direktzug. 16 Stunden Fahrtzeit für 100 Euro pro
Person. Teilweise mit Dusche und Toilette in der Kabine, teilweise ohne.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Ein Schlafwagen in einem Zug einer privaten Zuggesellschaft ab Arad. Elf
Stunden Fahrtzeit für 55 Euro pro Person. Dusche und Toilette in der Kabine.&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;
&lt;p&gt;Von der dritten Option wissen wir zu diesem Zeitpunkt noch nichts, bewegen uns
also zum Hauptbahnhof, welcher von aussen ziemlich beeindruckend wirkt, von
innen aber leider eine große Baustelle ist, und suchen einen Schalter.&lt;/p&gt;
&lt;figure&gt;&lt;img src="https://reisen.nafn.de/post/tag-03/hbf.webp"&gt;&lt;figcaption&gt;
&lt;h4&gt;Budapest Hauptbahnhof&lt;/h4&gt;
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;p&gt;An einem der Schalter angekommen fragen wir nach unseren Optionen und werden mit
einer Ignoranz gestraft, die man sonst nur von deutschen Beamten kennt. Wenn man
nicht weiß was man will, bekommt man hier nicht geholfen. Hätten wir ahnen
können.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wir gehen also wieder, recherchieren 30 Minuten im Internet und entscheiden uns
für Variante 3. Auf einer Website, die ein Beispiel für ein XSS-CTF sein
könnte, trage ich meinen Kreditkartendaten ein und warte seitdem nur darauf,
dass mein Handy mich über kuriose Abbuchungen informiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Plan ist nun folgender: Mittags nach Arad fahren, dort etwas essen und
Transsylvanien erleben und gegen Abend dann in den Nachtzug einsteigen, der uns
um 7:20 Uhr am Folgetag in Bukarest abliefern soll.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ob es den Zug wirklich gibt, werden wir in drei Tagen erfahren. Bis dahin
erkunden wir Budapest.&lt;/p&gt;</description></item><item><title>Tag 02 - Wien - Bratislava</title><link>https://reisen.nafn.de/post/tag-02/</link><pubDate>Fri, 16 Sep 2022 00:00:00 +0200</pubDate><guid>https://reisen.nafn.de/post/tag-02/</guid><description>&lt;p&gt;Das Buchen des Zuges war genauso einfach wie beim letzten Mal. In der App einen
Zug raussuchen, Ticket klicken, fertig. Eine Sitzplatzreservierung war nicht
nötig, weshalb wir direkt starten konnten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nachdem wir am Vormittag noch einen kurzen Abstecher zum Schloss Belvedere
gemacht habe, bewegen wir uns nach dem Auschecken zum Wiener Hauptbahnhof. Da
die App nur die Zeiten des Zuges anzeigt, muss man vor Ort noch das Gleis und
etwaige Verspätungen ausfindig machen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nachdem das erledigt war, konnten wir in den Zug einsteigen (mit Maske, weil wir
noch in Wien sind) und waren dann eine Stunde später in Bratislava (ohne Maske).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Fahrt ging grösstenteils noch durch Österreich und für ein kleines Stück
durch die Slowakei. Von der Grenze an sich merkt man nichts, aber ein gewisser
Flair lässt sich nicht leugnen. Verlassene Gebäude und Grundstücke zeichnen den
Weg nach Bratislava.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dort angekommen findet man einen charmanten kleinen Bahnhof vor, der sowohl mit
Lebensmitteln als auch mit Informationen dienen kann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach zehn Minuten Fußweg befinden wir uns in der touristischen Altstadt und
checken ein. Danach treffen wir eine Arbeitskollegin von Marina, die uns durch
die Stadt führt und gehen gemeinsam essen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bratislava wirkt unaufgeregt und angenehm. Die Altstadt erinnert an jede andere
europäische Stadt (Blick auf ein Schloss, alte Gebäude, Pflastersteine und
Touristenfallen) mit dem Unterschied, dass die Restaurants noch recht modern
bzw. unverbraucht aussehen. Des weiteren scheint es eine - durch Wien bedingte -
Kaffeekultur zu geben. Ausserhalb der Altstadt soll es aber auch eine blühende
Teekultur geben. Da wir nur eine Nacht bleiben, sollen wir das leider nicht mehr
prüfen können.&lt;/p&gt;</description></item><item><title>Tag 00 - Frankfurt -&gt; Wien</title><link>https://reisen.nafn.de/post/tag-00/</link><pubDate>Wed, 14 Sep 2022 09:00:00 +0200</pubDate><guid>https://reisen.nafn.de/post/tag-00/</guid><description>&lt;p&gt;Am ersten Tag soll es nach Wien gehen. Ein einfacher Start.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bevor es los geht muss allerdings die iOS App &amp;ldquo;Rail Planner&amp;rdquo; startklar gemacht
werden. Runterladen, Interrail Ticket hinzufügen, Personalausweisnummer
eintragen. Fertig.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mit dieser App kann man Verbindungen suchen und Tickets buchen. Für jeden Zug
muss in der App ein eigenes Ticket gelöst werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wir suchen über die App einen Zug von Frankfurt nach Wien und klicken auf den
&amp;ldquo;mach ein Ticket&amp;rdquo; Slider. Die App fragt, ob man eine der zwei
Heimatland-Verbindungen nutzen will, was wir bestätigen und generiert dann ein
Ticket. Danach muss noch über die Homepage der deutschen Bahn eine
Sitzplatzreservierung geklickt werden. Diese muss immer extra bezahlt werden,
wenn eine Reservierung von Nöten ist.&lt;/p&gt;
&lt;figure&gt;&lt;img src="https://reisen.nafn.de/post/tag-00/ticket.webp"&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;p&gt;Da die erste Klasse ausgebucht ist, reservieren wir für die zweite Klasse,
fahren zum Südbahnhof und steigen in den leicht verspäteten ICE. Sieben Stunden
später sind wir - müde und erschöpft vom vielen Sitzen und Maske tragen - in
Wien.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im ICE in Deutschland war zu diesem Zeitpunkt Maskenpflicht. In Österreich
hingegen gab es nur in Wien eine Maskenpflicht, was dazu geführt hat, dass
hinter der deutschen Grenze die Masken verschwunden sind und in Wien wieder alle
eine Maske getragen haben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Als Frankfurter ist der Wiener Bahnhof ein ziemlicher Kulturschock. Auch hier
gibt es mehrere Ebenen, aber keine davon stinkt nach Urin. Dass das möglich ist,
wirkt befremdlich. Ich schimpfe kurz auf die Deutsche Bahn und Peter Feldmann
und genieße dann das rege treiben an einem Mittwoch Abend auf einem modernen
und sauberen Bahnhof.&lt;/p&gt;</description></item><item><title>Intro</title><link>https://reisen.nafn.de/post/intro/</link><pubDate>Tue, 13 Sep 2022 09:00:00 +0200</pubDate><guid>https://reisen.nafn.de/post/intro/</guid><description>&lt;p&gt;Heute ist Tag fünf unserer Zugreise durch Europa. Etwas zu spät wurde ich auf
die &lt;a href="https://twitter.com/arnebahlo/status/1571455029533446148"&gt;Idee gebracht&lt;/a&gt;, hierüber ein paar Worte zu verlieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich versuche es auf die Tage zu beschränken, an denen wir mit dem Zug unterwegs
sind. Des weiteren entsteht das hier alles zwischen Tür und Angel und ist
daher wenig aufgehübscht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Fangen wir an.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zum finanziellen Hintergrund: Anfang des Jahres haben wir geplant zum Campen
nach Kanada zu fahren. Sehr schnell hat sich aber herausgestellt, dass dieser
Urlaub ein vielfaches teurer werden würde als es das letzte mal der Fall war.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zum Vergleich: Ein Mietwagen hat 2018 für die Dauer von drei Wochen 1000
Euro gekostet. 2022 sollte der gleiche Wagen 3000 Euro kosten. Mit den
Unterkünften hat es sich recht ähnlich verhalten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Als ich dann im Mai über das 50% Angebot von Interrail gestolpert bin, haben
wir uns kurzerhand zwei 1. Klasse Tickets mit zwei Monaten Gültigkeit für
jeweils 488 Euro bestellt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zwei Monate können wir damit soviel Zug fahren wie wir wollen. Ob und wie wir
die Zeit dafür freimachen können, haben wir erstmal ignoriert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Für die Fahrt mit dem Interrail Ticket gibt es eine Beschränkung: Man kann zwei
Fahrten im Heimatland erledigen. Gedacht ist es wohl so, dass man die erste
Fahrt zum Verlassen des Landes nutzt und die zweite für die Rückkehr.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Unsere erste Fahrt soll uns also aus dem Land führen.&lt;/p&gt;
&lt;h3 id="der-alte-plan"&gt;Der alte Plan&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Unser initialer Plan war es eine &amp;ldquo;kurze&amp;rdquo; Runde durch Skandinavien zu drehen
bevor wir in Richtung Süden aufbrechen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Frankfurt &lt;br&gt;
-&amp;gt; Malmö &lt;br&gt;
-&amp;gt; Stockholm &lt;br&gt;
-&amp;gt; Narvik &lt;br&gt;
-&amp;gt; Haparanda &lt;br&gt;
-&amp;gt; Turku &lt;br&gt;
-&amp;gt; Helsinki &lt;br&gt;
-&amp;gt; Tallin &lt;br&gt;
-&amp;gt; Riga &lt;br&gt;
-&amp;gt; Vilnius &lt;br&gt;
-&amp;gt; Warschau&lt;/p&gt;
&lt;figure&gt;&lt;img src="https://reisen.nafn.de/post/intro/narvik.webp"&gt;&lt;figcaption&gt;
&lt;h4&gt;Knapp 5000 km mit dem Zug.&lt;/h4&gt;
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;p&gt;Die Fahrt bis nach Tallin wäre wohl auch relativ gut machbar gewesen. Von
Stockholm nach Narvik wird von einem Nachtzug befahren. Von Narvik bis Tallin
wäre etwas anstrengend geworden, aber irgendwie machbar.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Leider sind die Züge in Estland, Lettland und Litauen aber nicht mehr so
einfach zu durchschauen und zu planen. Zumindest für mich als Zuganfänger.
Dazu kommt, dass wir unsere Reise im September starten wollten und es zu dieser
Zeit sogar in Deutschland schon recht kühl wird.
Da unser eigentliches Ziel der Süden Europas sein sollte, damit wir dort etwas
Sonne tanken können, haben wir uns entschieden direkt Richtung Süden
aufzubrechen um uns das extra Gepäck für kalte Tage sparen zu können.&lt;/p&gt;
&lt;h3 id="die-neue-route"&gt;Die neue Route&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Unser Plan soll uns also von Frankfurt nach Griechenland bringen. Von da aus
irgendwie nach Italien, eventuell sogar noch nach Malta. Wie weit wir kommen,
werden wir sehen.&lt;/p&gt;</description></item></channel></rss>